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Das Werk des in Berlin und Köln lebenden Thomas Rentmeister (Jahrgang 1964) belegt eine eigenständige Position in der aktuellen Kunst. Geradezu klassisch erscheint der präzise Umgang mit Volumen im Raum, die spezifische Wahl der Materialien und die sensible Behandlung von Oberflächen.
 ohne Titel, 2004, Tempotaschentücher (Foto: Annette Kradisch Nürnberg)
Das Spektrum der Materialien reicht von Nuss-Nougat-Creme, Zucker, Papiertaschentüchern oder Babycreme bis hin zu ausgedienten Kühlschränken. Während die Fugen der zu blockartigen Architekturgebilden zusammengefügten Kühlschränke mit weißer Babycreme malerisch verspachtelt werden, nehmen die runden Formen der spiegelglatt polierten Polyesterskulpturen das Licht auf und reflektieren den gesamten Umraum.
 Penatencreme schützt und beruhigt, 2004, Dispersionsfarbe (Foto: Annette Kradisch Nürnberg)
Rentmeisters Skulpturen bieten reizvolle taktile Oberflächen, die trotz ihrer Referenzen an die Minimal Art eine starke sinnliche Präsenz besitzen. Wenn etwa der frische Geruch der Babycreme auf einen sorgfältig gestapelten Kubus aus 2800 Packungen Papiertaschentücher trifft, werden Erinnerungen an Kindheit und Spiel, laufende Nasen und frische Windeln wach. Stets werden der ästhetischen Erscheinung der Objekte emotionale Elemente infiltriert, die subtil und mit leisem Humor die Kunst an das reale Leben zurückbinden.  ohne Titel, 2003; © VG Bild-Kunst, Bonn 2004; Foto: Jörg Hejkal, Köln
Für die Ausstellung Zwischenlandung hat Thomas Rentmeister sechs neue Skulpturen geschaffen, für den großen Oberlichtsaal der Kunsthalle Nürnberg ist eine neue raumbezogene Installation mit mehr als 100 entkernten und gereinigten Kühlschränken geplant. So wandern die ehemals funktionalen Gegenstände nicht auf den Schrottplatz, sondern legen eine präzise vorbereitete Zwischenlandung im Kunstraum ein - im Spannungsfeld zwischen Architektur, Malerei und Skulptur.
 ohne Titel, 2004; © VG Bild-Kunst, Bonn 2004; Foto: Jörg Hejkal, Köln
22723, 2004, Kühlschränke, PU-Schaum, Penatencreme (Foto: Annette Kradisch Nürnberg)
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Weitere Station der Ausstellung ist das Museum zu Allerheiligen Schaffhausen (Mai bis August 2005), wo die Ausstellung in einer veränderten, den Räumen angepassten Version gezeigt wird.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit dem ersten umfassenden Überblick über das gesamte bisherige Werk von Thomas Rentmeister im Verlag Hatje Cantz (66 Abbildungen, Texte in deutscher und englischer Sprache).
Auf Einladung von Thomas Rentmeister zeigen Sim&Nic (geb. 1977, Prien am Chiemsee, leben und arbeiten in Berlin) im Projektraum ihre aktuelle Produktion Rosenkohl.
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Sim&Nic: o.T., 2004, glasierter Ton, aus dem Projekt Rosenkohl
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