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Jun Yang, This is WE, 2005 |
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Das Großereignis der Fußball-Weltmeisterschaft als
Wettstreit der Nationen gibt dem Gastgeberland und den Städten,
die Austragungsorte der Spiele sind, Anlass zur Selbstdarstellung
und damit zur Auseinandersetzung mit der Frage nach den
wesentlichen Aspekten der eigenen, nationalen und kulturellen
Identität heute. Eine solche Auseinandersetzung muss auch
vor dem Hintergrund verschiedener Phänomene gesehen werden,
die in den letzten Jahren ein neues deutsches Selbstverständnis
propagierten. Das Spektrum reicht u.a. von den Auftritten der
schwarz-rot-gold gestylten Band MIA über Hochglanz-Trendmagazine
wie Deutsch, das laut eigener Aussage "das Image
der Marke Deutsch verbessern möchte." bis hin zu der
landesweiten Medienkampagne Du bist Deutschland. Gleichzeitig
wird verstärkt über deutsche Leitkultur und Wertekonsens
diskutiert, doch zu definieren, was deutsch ist, bleibt schwierig.
Denn nationale und kulturelle Identität bilden eine komplexe,
widersprüchliche und wie die Geschichte am Beispiel
Deutschlands zeigt auch veränderbare Konstruktion
in einem nie ganz abgeschlossenen Prozess. |
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Der
Ausstellungstitel ist ein Zitat aus dem bekannten Folk-Song
This Land is Your Land, den Woody Guthrie 1940 als
Antwort auf Irving Berlins patriotische Hymne God Bless
America schrieb. Die an der Ausstellung This Land is
My Land beteiligten Künstlerinnen und Künstler
thematisieren das Konfliktfeld kultureller Identität
als produktiven Zwischenraum, beobachten die Überlagerung
nationaler Fiktionen mit der alltäglichen Realität
und setzen sich mit der Instabilität traditioneller nationaler
und kultureller Zuordnungen auseinander. Das Spektrum der
Arbeiten reicht von Foto- und Videoinstallationen über
Texte und Zeichnungen bis hin zu Rauminstallationen. Speziell
für die Ausstellung haben Lise Harlev, Shahram Entekhabi,
Thomas Locher, Marisa Maza und Florian Wüst neue Arbeiten
entwickelt bzw. aktualisiert.

Florian
Wüst, Fälle stören die Entspannung (Studien
zum politischen Subjekt #4), 2006
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Die
Ausstellung This Land is My Land wird kuratiert von
Dorothee Bienert, Ellen Seifermann, Marina Sorbello und Antje
Weitzel und erfolgt in Zusammenarbeit mit der Neuen Gesellschaft
für Bildende Kunst, Berlin, wo sie vom 28.10.-3.12.2006
gezeigt wird. Zugleich steht das Projekt in der Kunsthalle
Nürnberg in Verbindung mit der Ausstellung Was ist
deutsch?, die vom 2.6.-3.10.2006 im Germanischen Nationalmuseum
Nürnberg zu sehen ist. Zur Ausstellung erscheint ein
Katalog mit Beiträgen u.a. von Andreas Fanizadeh, Wilhelm
Heitmeyer und Rahel Jaeggi.
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Beteiligte
Künstlerinnen und Künstler: |
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Petra
Bauer
geb. 1970 in Malmö, lebt in Malmö |
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Katinka
Bock
geb. 1976 in Frankfurt/M, lebt in Paris |
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Shahram
Entekhabi
geb. 1963 in Beroujerd/Iran, lebt in Berlin |
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Harun
Farocki
geb. 1944 in Novy Jicin, Tschechien, lebt in Berlin |
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Andreas
Fogarasi
geb. 1977 in Wien |
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Falk
Haberkorn
geb. 1974 in Berlin, lebt in Leipzig |
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Lise
Harlev
geb. 1973 in Odense/Dänemark, lebt in Berlin und
Kopenhagen |
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Susan
Hiller
geb. 1940 in Tallahassee/Florida, lebt in Berlin und London |
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Sven
Johne
geb. 1976 in Bergen Rügen, lebt in Leipzig |
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Korpys/Löffler
geb. 1966 und 1963 in Bremen, leben in Bremen und Berlin |
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Marisa
Maza
geb. 1965 in Madrid, lebt in Berlin |
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Thomas
Locher
geb. 1956 in Munderkingen/Oberschwaben, lebt in Berlin |
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Florian
Wüst
geb. 1970 in München, lebt in Berlin |
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Jun
Yang
geb. 1975 in Quingtian, China, lebt in Wien |
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Veranstaltung:
Mittwoch/Donnerstag, 19./20. Juli 2006, 20.30 Uhr
Dancing with Dwarves
Ein Tanzstück für 3 Tänzerinnen und 97 Gartenzwerge
Choreographie: Susanna Curtis
Eintritt: 12, Euro
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