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Das Gelände

6. Juli-31. August 2008


Termine, Führungen und Veranstaltungen






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Die Ausstellung Das Gelände in der Kunsthalle Nürnberg bezieht sich auf das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Es dokumentiert als größtes zusammenhängendes Ensemble von Bauten und monumentaler Architektur den Größenwahn und Machtanspruch des Nationalsozialistischen Regimes. Das Gelände ist gleichermaßen Freilichtmuseum und Freizeitareal; es fungiert als frei zugänglicher Ort der Geschichte, der ebenso als Naherholungsgebiet wie auch für kommerzielle Großveranstaltungen genutzt wird. Die Ausstellung Das Gelände versammelt Arbeiten von zwölf Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf individuelle Weise und aus eigener Initiative mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände befasst haben.
Ausgehend von Bauten wie der Großen Straße, der Kongresshalle oder der Zeppelintribüne setzen die Kunstwerke dem ideologisch geprägten Monumentalismus individuelle Ansätze und Haltungen sowie die Fokussierung auf bestimmte Aspekte und Details entgegen. Sie werfen Fragen auf nach dem Verhältnis von historischer Aufladung und kommerzieller oder touristischer Nutzung (Kriemann, Zmijewski) sowie nach der Relation (auto)biografischer Aspekte zu solchen von kollektiver und nationaler Bedeutung (Baumann, Birrell, Föttinger, Krauß/Svensson, Teller). Ideologie und Inszenierung als Mittel politischer Diktatur werden auf unterschiedlichste Weise dekonstruiert und diskutiert (Prinz, Ruckdeschel, Sakowski), während umgekehrt die "Diktatur der Kunst" (Meese) als radikale anarchische Gegenmacht gefordert wird. Einige Künstler haben die Ausstellung zum Anlass genommen, eigens neue Arbeiten zu schaffen oder bereits existierende Werke zu erweitern und zu aktualisieren.
Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Publikation im Verlag für moderne Kunst Nürnberg, mit Beiträgen von Eckhart Dietzfelbinger, Inge Manka, Ellen Seifermann und Jan Verwoert.



Abbildungen von oben nach unten:

Jonathan Meese, TOTALADLER, Baby-CHEF der Kunst (das Ei des Columbussy), 2007,
Courtesy: Contemporary Fine Arts,
Photo: Jochen Littkemann

Claus Föttinger, 200 Meilen etc., 1975/2008,

Juergen Teller, Nürnberg Winter 2, Nürnberg 2005, 2005, Smiling Ed, London 2005, 2005,
Courtesy of Juergen Teller and Lehmann Maupin Gallery





 

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